A 745 Getriebe

Die Kardanwelle musste ja eh raus und weil ich gerade so im Wurschtelmodus war ist mir aufgefallen, dass:

  • das Getriebe wackelt wie blöd
  • es verdreckt ist ohne Ende
  • das Gestänge Spiel hat
  • sich das Getriebe im ersten Gang nicht drehen lässt.

Also raus damit, ungefähr zwei Kilo Dreck runter gekratzt und erst mal gesehen, warum das Ding so wackelt und das Gestänge so viel Spiel hat. Die Sache mit der Mutter im Hebel ist ja ’ne nette McGyver-Aktion aber nix aud Dauer. Also bei Steele Rubber neue Buchsen bestellt. Das war einfach. Für das Hauptlager sieht’s da schon anders aus, denn das habe ich nirgends gefunden.

Nach langen herumwühlen im Internet das Querlenkerlager des Audi A4 ’95-2000 gefunden. Da muss ich nur das Loch auf 13mm aufbohren und einen Blechstreifen mit reinquetschen, denn es is ca. 1mm kleiner als das Loch im Getriebe aber ich denke das wird klappen.

Dann erst mal Getriebe aufschrauben und da fallen mir schon die Zähne entgegen. Ok, das Getriebe ist im ersten und Rückwärstgang nicht synchronisiert aber die müssen schon ganz schön zugekifft gewesen sein um das so zuzurichten. Neben der Haupwelle und dem Rad für den ersten Gang war quasi alles hin, was aus Bronze war, sprich die Synchronringe und die Scheiben für die Hauptwelle.
Auch die Sachen gibt’s leider nicht als Repro aber ich hatte bei ebaymotors Glück und alles gefunden. Dichtungen muss ich halt selber machen, Simmerringe gibt’s bei Rockauto.com. Weiter geht’s…

…. ein Freund hat einen Laser zuhause rumstehen….was es alles gibt 0_o
Aber praktisch, habe ich gleich die Papierdichtungen angefertigt. Wenn einer die PDFs braucht um auch welche herzustellen… einfach anfragen.

Das Getriebe wieder zusammenzubauen ist ein ganz schönes Gefummel aber mit ein bisschen Geduld kein Hexenwerkt. Die Achse in die Hauptwelle zu stecken ist recht spannend, muss man doch die 84 Lagerrollen da vorher platzieren, ebenso wie die Bronzescheiben. Praktisch… als Wellendummy passt ein Holzbesenstil perfekt. Den kann man dann mit der Welle raustreiben. Das war einfacher als gedacht.
Die Synchroneinheit und die Schaltgabeln reinzufummeln war deutlich komplizierter aber nun ist alles wieder da wo es hin soll und alles fein abgedichtet und verschraubt.

Der Kardanflansch hat noch ein Speedisleeve bekommen weil die Welle schon ganz schön eingelaufen war,  jetzt kann das Ding auf seinen Einbau warten.

Kleiner Gag am Rande… Produktionsdatum war der 14.2.1969 (Valentinstag) Passt doch super zu ’nem Hippievan 🙂