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Newport, RI – New York, NY … oder auch Frankfurt… wie man’s nimmt

Ab nach Hause….

Heute noch gemütlich nach New York zum Flughafen gezockelt, nicht ohne dem Meer noch am Tschüss zu sagen. Das mit dem Zockeln war auch nötig, denn ab 50km vor New York hat’s natürlich Verkehr ohne Ende und so kamen wir trotz einer Stunde Verpätung laut Navi noch rechtzeitig hier an. Jetzt sitzen wir gemütlich in der Lufthansa Business Lounge dank meinem Vielfliegerkind und plündern das Büffet und picheln uns müde.

War ja schon etwas wehmütig meinen Toyota hier abzugeben. Ich bin mit dem Ding mehr Kilometer gefahren als mit manchem Auto, das ich zuhause besessen habe. Hier ein bisschen Statistik:

Ich war in 33 Bundestaaten, bin mit dem Toyota insgesamt 231 Stunden und 11618 Meilen (18697km) gefahren habe 1516 Liter Sprit verballert. Miese CO2 Bilanz, aber cooler Urlaub. Therotisch kommen noch ein paar Meilen drauf für die beiden Leihwagen vor dem Trip und den Ausflug mit meiner Mum und die Strecke mit dem Greyhoundbus am Anfang, dann komme ich so auf 20000km. Einmal halb um die Erde…. nicht schlecht… aber auch irgendwie bescheuert… cool war’s trotzdem.

Ich hatte drei großartige Reisebegleiter und ich würde sofort mit allen wieder losdüsen. Es war immer lustig, interessant und entspannt. Jeder hatte seinen eigenen Vorlieben und Interessen und wenn man das zusammenfasst hatte ich vier verschiedene Urlaube in einem, zumal auch jedesmal die Gegend komplett anders war.

Ich war oben im Nordosten mit den tollen Buchten und Flüssen, habe die Ostküste fast komplett gesehen, war im Süden mit den tollen großen Bäumen und den Südstaatenvillen, in Sumpf- und Hochwassergebieten, im mittleren Westen mit den Steppen und Ölfeldern bis an die mexikanische Grenze, in den beeindruckenden Wüsten- und Felslandschaften an der superschönen felsigen Westküste, bin knapp an den Buschfeuern in Nordcalifornien vorbeigeschlittert, weiter über’s Hochgebirge der Rocky Mountains in die Salzwüste von Utah, in die weiten Graslandschaften der Nordstaaten knapp unter der kanadischen Grenze entlang, und zu den großen Seen im Norden der USA. Wir waren in einem Rekordsommer unterwegs und durften live dabei sein als es in der Mojavewüste bisher nie dagewesenen 121° Fahrenheit (50°C im Schatten, den’s nicht gab) hatte. Das war ein Erlebnis für sich.

Ich habe ’ne Menge interesanter Menschen getroffen, von Eves 92-jähriger Großtante samt ihren Enkeln über Öl- und Kosemtikmillionären, einem Berater vom Weißen Haus (nicht Trump :-)), Schrauber die in Trailerparks und/oder ihrer Garage wohnen, verrückte Autobesitzer aus Honduras, Biologinnen die mit Gorillas arbeiten, andere, die experimentelle Filme machen, wieder andere die treue Vecona Fans sind und uns tolle Tipps gegeben haben, Freunde von Domik und einen Typen, der Glasscheiben abschneiden kann… und Buddy… der ist irgendwie ’ne Nummer für sich. Und noch viele andere Leute… die ich gerade nicht auf die Reihe bekomme.

Manchmal hab ich mir mehr Zeit gewünscht und eine bessere Kamera denn es gibt so viel zu sehen und festzuhalten aber es war auch so ok. Es gibt Orte, an die möchte ich gerne noch mal hin und dann mit etwas mehr Zeit. Was mir am Besten gefallen hat kann ich noch gar nicht sagen, ich denke das kommt zuhause wenn sich das alles gesetzt hat.

Dass das mit dem Bus nicht geklappt hat war Fluch und Segen zugleich. Mit dem Leihwagen war alles doch viel schneller und einfacher zu erreichen. Ich hab alle rechteitig an den Flughäfen abgeholt und wieder abgesetzt. Ich hab mich ganz schön verschätzt. Mit dem Bus hätte das nie geklappt und ich hätte so viel Kompromisse eingehen müssen und manche Teile die ich gesucht habe gar nicht bekommen. Ich hab kein einziges mal Öl, Wasser oder Reifendruck geprüft… hab’s einfach krachen lassen, immer knapp über dem Tempolimit. Der Bus hätte das nicht geschafft und selbst wenn ich nach Kalifornien gekommen wäre, hätte er die Heimreise mit dem gekauften Motor und Getriebe nie geschafft. Ich hab noch jede Menge Geld reingepumpt um den Dodge zum Laufen zu bekommen, sowie die Kosten für den Leihwagen und das ich nun für jede Nacht eine Unterkunft gebraucht habe, haben mein Budget komplett gesprengt. Aber was soll’s…. das war den Spaß wert.

Ich denke, ein guter Urlaub ist der, in dem man sich jeden Tag sich auf den nächsten freut und tolle, auch unerwartete Sachen erlebt aber man am Ende doch froh ist wenn man wieder nach Hause kommt. In dem Urlaub lief aber auch so gut wie nichts nach Plan aber vielleicht genau deshalb war er jeden Dollar und jede Sekunde wert.

Ich danke noch mal allen, die mir den Rücken frei gehalten und das Projekt unterstützt haben, damit ich das überhaupt erleben konnte. Jetzt haben ’ne Menge Leute bei mir was gut 🙂

Jetzt freu ich mich erst mal wieder meine Frau wieder zu sehen, meine Familie und alle Freunde, auf mein eigenes Bett einen Biergarten mit gescheitem Bier und Essen, das nicht fritiert ist und das man nicht in Einzeteilen bestellen muss. In dem Sinne… Prost!

Boarding Time… ab nach Hause.

Mein Swimmingpool reicht von Casablanca bis nach Istanbul
Das ist ein Mords-Modul
Und mein Schloss besteht aus purem Gold und ist gigantisch groß
Da ist schwer was los
Von morgens sechs bis nachts um vier steh’n die Mädels vor meiner Türe

Ich bin reich… Ich bin reich… (so furchtbar reich)
Ich bin reich… Uo-a-ouh
Ich bin reich… Ich bin reich… (so furchtbar reich)
Ich bin reich…

Ganz nebenbei bin ich sozusagen ziemlich arbeitsscheu
Ich hab‘ trotzdem Geld wie Heu, denn meine Dienerschaft
Ernährt sich nur von Weißbrot mit Orangensaft…
Das find‘ ich fabelhaft
Ich habe so verdammt viel Geld, ich kauf‘ mir bald den Rest der Welt!

Ich bin reich… Ich bin reich… (so furchtbar reich)
Ich bin reich… (so furchtbar reich) … Juhuu!
Ich bin reich – Yappa-yappa-doo – ich bin reich… (so furchtbar reich)
Juchu, Ich bin reich…

Wenn ich mich mal langweil‘ und nicht weiß wohin
Zähle ich mein Geld und freue mich, wie reich ich bin
Wär‘ ich plötzlich arm wie eine Kirchenmaus
Das wäre halb so wild, denn ich seh‘ fantastisch aus!

Ich bin schön, ich bin reich, ich bin reich, ich bin schön
Ich bin schön, ich bin reich, ich bin reich, ich bin schön!
Ich bin reich
Ich bin schööön! (so wunderschön)

Ich bin reich
Ich bin wunderschön
Ich bin reich (so furchtbar reich)
Ich bin schön (so schrecklich schön)
Ich bin super-reich
Ich bin wunder-wunder-wunder-wunderschön

Ich bin klug
So klug (so furchtbar klug)
Ou, ou, ou, bin ich klug
Ich bin fast so klug wie ich schön bin

Und ich bin groß
Und blond und blauäugig
Naja… Ein bisschen blauäugig (so dunkelblau)
Und ich bin stark, bärenstark (so bärenstark)

Und groß (so furchtbar groß)
Und reich
Schön… Ach, schön…
Ich bin adonis!

Und ich bin sexy… Oioioi…
Wild… Ganz ganz wild…
Ich bin heiß…
Ich bin ziemlich erregend (so erregend)

Und ich habe eine kleine Gemeinsamkeit
Mit John Holmes
(so furchtbar lang)
Naja…

Ich bin Professor
Ich bin Burt Reynolds (so widerlich)
Ich bin Dracula und Casanova
Ich bin Supermann und Batman und Spinne

Und Hulk
Aber schöner.. Ha!
Und grüner sowieso
Ich bin grün und rot

Ich bin Freischwimmer
Ich bin Präsident (ja Präsident)
Ich bin König und Kaiser
Ich bin Gott, ja!, Gott, hahaa! (Halleh-luja)

Und überhaupt
Jesus… Ah… Maria… Josef

6 Gedanken zu „Newport, RI – New York, NY … oder auch Frankfurt… wie man’s nimmt“

  1. Kommt schnell nach Hause!! Und ich bin dafür, dass du jetzt einfach weiter mit dem Blog machst, ich hab mich so dran gewöhnt 😉

    • Sind ja schon auf dem Weg 🙂 Allerdings glaube ich kaum, das mein Alltag auch nur im Ansatz so interessant ist wie die letzten sieben Wochen… 😉

    • Ich bestehe darauf… weiß aber nicht, ob ich noch einen dritten Versuch starte eine Karre dort zum Laufen zu bekommen… 🙂 Also entweder mehr Budget oder Leihwagen… aber jetzt muss ich erst mal meine sieben Wochen Urlaub abarbeiten… hoffe ich bekomme noch mal welchen bevor ich in Rente gehe 🙂

        • Ja, das stimmt…muss sich erst mal alles setzen… bin immer noch im Fahrmodus und nicht wirklich hier angekommen. War zwar alles anders als geplant, aber trotzdem ne tolle Erfahrung und ne schöne Aktion. Jetzt muss nur noch der Bus mit dem ganzen Krempel heil hier ankommen 😉

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